Vanilleeis ist ein Klassiker und du kannst es in allen erdenklichen Variationen kombinieren.
Natürlich kann man ein Eis kaufen. Das ist auch lecker.
Wenn man aber bedenkt, dass man für aufgeschlagene Luft, Füllmaterial und künstliche Aromen bezahlt, trübt das den Genuss ein wenig. Ein Vanilleeis lebt tatsächlich von den Zutaten. Je besser die Zutaten, desto besser auch das Ergebnis.

Man nehme: Zeit!
Damit sich Aromen entfalten können, braucht es Zeit.
Die Eismasse habe ich also am Vortag hergestellt und über Nacht im Kühlschrank reifen lassen.
Da ich mit dem fantastischen Buch „Eis-Abitur“ von Frank Goebel arbeite, ist die Bilanz auf 800g Gesamtmenge und damit passend für meine le caf Eismaschine ausgelegt.
Die verwendeten Mengen sind so pinibel aufs Gramm abgemessen, um das bestmögliche Resultat zu erzielen. Es schadet jedoch auch nicht, etwas auf- oder abzurunden. Manchmal variiere ich auch ein wenig, wenn ich gerade nicht alle Zutaten im Haus habe. Das kann ja mal passieren.
Die Zutaten kommen dir komisch vor? Merke: jede einzelne Zutat beeinflußt das Gefrierverhalten und das Mundgefühl beim Endergebnis.
Zutaten
100g Konditorsahne (35% Fett, Aldi Süd)
440g Vollmilch
2EL Vanillezucker (selbstgemacht ohne künstliche Zusätze) oder eben 4g frische Vanilleschote ausgekratzt
52g weißen Zucker
96g Eigelb
34g Trockenglukose
48g Dextrose
24g Magermilchpulver
0,8g Johannisbrotkernmehl
25ml Glycerin
Waage für sehr kleine Mengen
normale Haushaltswaage
Thermometer ! Ganz wichtig!
Eismaschine (ohn Eismaschine hab ich´s noch nicht probiert)
Zubereitung
Milch und Sahne langsam in einem Topf erhitzen.
Ei mit dem Zucker sehr schaumig schlagen.
Trockene Zutaten miteinander gut vermischen.
Trockene Zutaten in die Milch/Sahne Mischung geben und gut und klumpenfrei auflösen lassen. Tipp: evtl mit dem Zauberstab nachhelfen.
Auf 85°C erhitzen (nicht höher, sonst wird das Ei zu Rührei) und die Ei/Zuckermasse unterrühren.
Die Eismasse auf 85°C halten (Thermometer benutzen), rühren und „zur Rose abziehen“. Das heisst, die Masse dickt an und hinterlässt auf dem Kochlöffelrückseite (aus Holz ) einen Film, der wenn man in anbläst kleine Wellen schlägt.
Die Masse ist nun fertig und kann abkühlen und im Kühlschrank reifen.
Am nächsten Tag kühle ich die Eismaschine vor, schlage die Eismasse mit dem Rührgerät nochmal auf und fülle sie in die Maschine. Kurz bevor die Masse fertig gefroren ist gebe ich noch 25ml Glyzerin dazu, dann lässt sich das Eis schön kugeln.
Abfüllen in ein Gefäß, Deckel drauf und ab in den Froster zum Durchfrieren.
Eventuell nimmst du das Eis 10min vor dem Servieren aus dem Gefrieschrank. Dann wird das Portionieren super easy.
Das Vanilleeis kannst du nach Herzenslust dekorieren. Es passt ja quasi alles dazu und auch das Eis selbst kannst du zu jedem Gebäck reichen.
Viel Spaß beim Nachmachen und einen schönen Sommer!
PS: das Eis passt hervorragend zur Aprikosen-Tarte mit Rosmarin

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