Der Tag am Meer 2020

Dieses Jahr wenigstens ein mal das Meer gesehen haben……das war unser Wunsch.

Im Frühjahr und Herbst fiel der Urlaub wegen Reisewarnungen und Vernunft aus.
Alle Welt verreiste fröhlich und scherte sich einen Scheiß drum die Pandemie einzudämmen.
Sei es drum, das Ergebnis dürfen wir jetzt alle genießen.

Unser Fernweh mussten wir hinten anstellen und so haben wir noch vor dem Softlockdown (November 2020) einen Tagesausflug gemacht.
Ich gebe zu dass es für einen spontanen Ausflug etwas dekadent war, aber es war es definitiv wert.

Ziel: Norderney Reisezeit: ausserhalb jeglicher Ferien und Urlaubspräferenzen

Kurzer Blick auf den Wetterbericht, ins Auto und los.
Nach knapp 3 Stunden Fahrt waren wir in Norddeich, parkten das Auto und standen am Fähranleger.

Die Fahrt dauert hin ca45min und zurück 50min, je nach Wasserstand.
Glücklicherweise war kein Seegang, sonst hätte ich richtig Spaß gehabt.
Es war nicht allzu viel los auf der Fähre und das Hygienekonzept kein Problem. Krass, dass man sowas echt erwähnt…..

Vom Hafen auf Norderney sind wir zu Fuß in die Stadt gelaufen. Das dauerte ca 15min. Man kann auch den Bus nehmen oder sich direkt neben dem Wattmuseum ein Fahrrad leihen. Dazu komme ich später nochmal.

In den kleinen Einkaufsstrassen war Maskenpflicht, am Strand, auf der Strandpromenade und Nebenstraßen durfte man drauf verzichten.

Mein Mann bestand auf ein Fischbrötchen bei Gosch (sentimentale Erinnerung an vergangene Zeiten). Wir entschieden uns für ein Krabbenbrötchen mit Remoulade. Geschmeckt hat es gut aber Das Preis-Leistungsverhältnis war nicht so toll. Kleine Portion im Billig- Aufbackbrötchen für 6,50€, naja.

Jetzt aber erst mal ans Wasser. Jaaaaaaaa, kaum angekommen kam die Sonne raus. Maaaaaaagisch!

Fahrräder wollten wir uns ausleihen, denn wir hatten den Plan die Insel zu erkunden. Beim erstbesten Verleiher haben wir 2 Ebikes geliehen. 17,50€ pro Person Tagesmiete bis 19Uhr. Das war ok. 7 Gang Nabenschaltung mit Rücktritt und Körbchen hinten drauf. Die Qualität der Räder war so lala.

Und Zack waren wir unterwegs Richtung Weiße Düne. Es ging auf der Promenade entlang, ein Stück durch die Stadt und dann durch die Dünen zum Restaurant.

Da war recht viel los und das Verhalten einiger Wartenden (auf einen freien Tisch) echt grenzwertig. Unfassbar, dass man sich blöd anmachen lassen muss, wenn man drum bittet, etwas Abstand zu halten.

Egal, im Restaurant gab es nix zu meckern. Wir haben gut gegessen und fanden Preis-Leistung ok. Ich hatte übrigens Fish & Chips. Das war lecker. Feines Fischfilet, knusprig und saftig, dazu Kartoffelhälften aus dem Ofen und feine Remoulade. Mein Mann bestellte die legendäre Currywurst mit Kartoffelspalten und Trüffelmayo. Auch sehr lecker. Dazu ein vorzüglicher Grauburgunder.

Ein kleines Stück weiter öffneten sich die Dünen und ein wunderbarer Strandabschnitt lag vor uns. Richtig breit, weiß, mit dem feinsten Sand. Natürlich hab ich Schuhe und Strümpfe ausgezogen um wenigstens kurz mal Sand und Wasser zu spüren. Scheiße war das kalt! Aber irgendwie auch schön.

Mit dem Rad sind wir durch die Dünenlandschaft Richtung Leuchtturm gefahren. Die Landschaft ist traumhaft. Leider hat es immer mal wieder etwas genieselt und die Sonne wollte nicht so richtig mitspielen. Es war aber auszuhalten und wir hatten Spaß.

Wer den Leuchtturm besteigen möchte zahlt dafür 3,50€ Eintritt. Wir haben das nicht gemacht. Vom Leuchtturm aus hätte man die Hauptstraße noch zu Ende fahren können, das wäre nicht mehr weit gewesen. Da wir etwas unter Zeitdruck standen entschlossen wir uns zur Rückfahrt.

Zufällig kamen wir an der Insel-Brauerei vorbei und mussten natürlich auch mal probieren. Fein!

Wieder in der Stadt angekommen brachten wir die Räder zurück und leisteten uns ein leckeres Frieseneis, welches auf der Insel bekannt ist.
Ja, es war fantastisch lecker! Für mich gab’s zärtliches Zimteis mit Pflaumenkompott und Zimt-Kekskrümeln drauf. Mein Mann bestellte süßes Sanddorneis mit Heidelbeerkompott und Kekskrümeln. Beide Eis waren sowas von lecker!

An einer Bäckerei kauften wir noch Norderneyer Teestangen, einem Blätterteiggebäck mit Marzipan und Mandeln (für den nächsten Tag auf Vorrat).

Zum Hafen sind wir am Strand entlang gelaufen. Das war schön, die Sonne zeigte sich vor dem Untergehen nochmal am Horizont.
Zuerst im Sand, dann weiter auf der Promenade. Die Rückfahrt mit der Fähre verlief unspektakulär. Wir kamen im Stockdunkeln an.
Zurück zum Auto, Parkticket bezahlt und schon waren wir wieder auf dem Heimweg.

Tschüß Norderney, war schön hier!

Das war ein wunderschöner Tag!

Wer sowas in der Art plant, hier mal die Kosten:

Parken pro Tag 5,50€
Mit dem Bus vom Parkplatz zum Fähranleger 1€ pro Fahrt (man kann die Distanz auch laufen) Fähre Tagesticket inkl. Gästezuschlag 23, 50 pro Person
Das eigene Fahrrad mitnehmen kostet 13,50€
Ebike für einen Tag 17,50€ (Preise variieren je nach Anbieter)

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