
Sellerie spaltet die Gemüse-Fangemeinde.
Ich persönlich finde Sellerie total abtörnend und kann mir nichts Schlimmeres vorstellen als mit einer Stange Sellerie und einem Magerquarkdip vor der Glotze zu sitzen.
Hey, kann machen wer will, ich bin da raus.
Da wir aber sehr häufig Stangensellerie aus der Lebensmittelrettung in der Küche liegen haben, musste ich mir was einfallen lassen. Wegwerfen ist keine Option und geschenkt haben will den auch keiner, auch von der Anschaffung eines Nagetiers möchten wir absehen.
Ich weiß, daß geringe Mengen Sellerie jeder Suppe / Soße / Gewürzmischung oder Dressing das gewisse Etwas verleihen. Also mach ich mir das doch zu Nutze.



Der Sellerien wird gewaschen, trocken getupft und in feine Streifen geschnitten.
Anschließen vermischt man ihn mit grobem Salz und verteilt ihn auf einem mit Backpapier oder Backmatte ausgelegten Backblech oder auf den Etagen eine Dörrautomaten.
Die Salzmenge kannst du selbst bestimmen, lieber etwas weniger nehmen und später „nachsalzen“.
Achtung, mir ist hier ein „Epic Fail“ passiert! Mach nicht den gleichen Fehler!
Silikon-Backmatten nehmen den Geschmack des Selleries an. Bevor Du also die Matten für Süßgebäck oder Kekse verwendest, solltest du sie gründlich reinigen. Ich empfehle Einweichen in heissem Wasser und Gebissreinigertabs.
Meine erste Rutsch Weihnachtsplätzchen hatte so einen leichten Sellerietouch und rochen auch nach Sellerie. Ich hab schon beim Backen gerochen, da war es für dieses Blech allerdings schon zu spät.
Zurück zum Thema, im Backofen stellst du so ca 40 bis 50 grad Umluft ein, schließt die Backofentür und klemmst einen Kochlöffel zwischen Backofen und Backofentür.
So kann die entstehende Feuchtigkeit entweichen.
Beim Dörrautomat stelle ich Stufe 2 ein, wie das bei deinem Automaten ist musst du notfalls in der Anleitung nachlesen.
Energiespartip:
1. Restwärme nach dem Kuchenbacken ausnutzen
2. Bei PV Anlagen auf Sonnenschein warten



Zwischendurch immer mal den Trocknungsgrad kontrollieren und hin und wieder mal „Umrühren“.
Wenn die Masse trocken ist und sich „knusprig“ anfühlt kannst du alles in einen Mixer geben und fein mahlen.
Fertig ist deine Umami Ohrfeige!
